Die Bürgerliste Oppenheim (BLO) unterstützt die Stadt-Beigeordnete Ulrike Franz in ihrem Bemühen, die Steingärten in Oppenheim zu verhindern. Auslöser war eine Anfrage von BLO-Stadtratsmitglied Helmut Krethe in der August-Stadtratssitzung.

"Die Steinwüsten schaden der biologischen Vielfalt und fördern das Insekten- und Vogelsterben, weil die Tiere dort keine Nahrung finden können. Kaum ein Tier findet Unterschlupf. Gartenboden und jegliches Bodenleben werden durch dicke Steinschichten abgedeckt. Regenwasser kann oft durch die eingebrachten Grundfolien nur schwer versickern", so BLO-Vorstandsmitglied Gabriele Sadoni.  "Schnell bilden sich Moos- und Algenbeläge, die dann mit Gift beseitigt werden. Dabei könnten Hausgärten und die Umgebungsflächen viele Möglichkeiten für den Artenschutz bieten, denn diese Flächen mit bunten Blühpflanzen bestückt nutzen Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten gerne als Nahrungsquelle", ergänzt BLO-Schriftführerin Maren Nickel.

Die Bürgerliste Oppenheim appelliert daher an Bürger und an Unternehmen, ihre Hausgärten beziehungsweise ihr Umgebungsgrün nicht als Schottergärten anzulegen.
Auch die BLO favorisiert zunächst Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen, bevor mit der "Keule" einer satzungsrechtlichen Regelung gedroht wird. Sollte eine solche Regelung jedoch erforderlich werden müssen, wird BLO-Stadtrat Helmut Krethe dem zustimmen.
 
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