Das Bau- und Gewerbegebiet Krämereck-Süd war und ist ein wichtiger Schritt für Oppenheim. Die Bürgerliste Oppenheim (BLO) steht nach wie vor dazu.

"Auch zu meiner Zeit als Mitglied der Stadtspitze hat es ständig Nachfragen nach Grundstücken zur Bebauung mit Wohnhäusern gegeben", bemerkt BLO-Vorsitzender Helmut Krethe. Seit mehr als zehn Jahren verlangten viele Bürgerinnen und Bürger überdies einen Baumarkt, der nunmehr im Gewerbegebiet auch existent ist.

Dass die amtierende Stadtspitze feststellt, dass öffentliche Flächen auch unterhalten werden müssen, überrascht. Dafür belegen die Haushaltsverbesserungen in Richtung Haushaltsausgleich die richtige Entscheidung, siehe hierzu den Haushaltsabschluss 2018 und den Entwurf 2019. Die damalige Stadtratsmehrheit hat mit den Bebauungsplänen im Krämereck-Süd Angebote für Wohnbebauung und Gewerbe geschaffen, die auch umgehend nachgefragt und angenommen wurden. Das Baugebiet ist nahezu vollständig bebaut. Die Einwohnerzahl Oppenheims hat sich dadurch erhöht und es fließen der Stadt Grundsteuereinnahmen zu.

Weder beim SBK noch an der Landskrongalerie ist ein Mangel an Kaufkraft festzustellen. Die Betriebe an der Landskrongalerie ziehen nicht nur Kunden aus dem angrenzenden Wohngebiet, sondern auch aus den Berggemeinden und dem Altrhein an.
 
Es ist auch richtig, dass im Gewerbegebiet 1 aufgrund der Leerständen nachjustiert werden muss. Aus einem der leerstehenden Objekte ließe sich ein Mehrgenerationen-Freizeitcenter mit Gastronomie errichten. Hierzu bedarf es eines Investors, der bereit ist sich finanziell zu engagieren. "Das Gewerbegebiet im Krämereck-Süd ist eine Investition in die Zukunft. Mehr Optimismus täte der Sache ganz gut", so Helmut Krethe.
 
Oppenheim ist im Landesentwicklungsplan Mittelzentrum. Deshalb sprudeln seit Jahren die Zuschüsse für die Infrastruktur wie Bahnhofsanierung, Stadtsanierung und Untergrundsanierung, ganz abgesehen von den Mitteln für die weiterführenden Schulen. Im Gegenzug verlangt die Landesplanung aber auch die Weiterentwicklung des Mittelzentrums, weshalb das Krämereck nach jahrzehntelanger Planung im Flächennutzungsplan überfällig war.
 
Der Stadtbürgermeister sollte ein Gespräch mit der Landesplanung führen, um zu erfahren, wie man sich dort Oppenheim im Jahre 2050 vorstellt. Das Gesprächsergebnis sollte dann dem Rat vorgestellt und es sollte in den Gremien als Grundlage für weitere Diskussionen herangezogen werden.

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