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„So kennen wir ihn. Immer wenn Stadtbürgermeister Jertz kritisiert wird, reagiert er mit einem Ablenkungsmanöver“, sagt BLO-Vorsitzender Helmut Krethe. Jertz behauptet, dass Krethe eine Mitverantwortung an Helds teuren Projekten habe, die Oppenheims Schulden hochgetrieben haben.

Vor einer solchen Aussage hätte Herr Jertz besser recherchieren

und sich die Frage stellen sollen, ob eine solche Aussage angesichts des Schuldenstands von rund 22 Mio. Euro angebracht ist, denn er suggeriert den Eindruck, dass Krethe an diesem hohen Schuldenstand nahezu allein mitverantwortlich sei.

Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Der Erste Beigeordnete Rainer Ebling (AL) saß in der vorletzten Wahlperiode in einer SPD/AL-Koalition als dritter Beigeordneter am Tisch. Er ist mitverantwortlich an angehäufte Schulden in Höhe von € 9.437.548,41 (2009: € 1.989.449,06; 2010: € 2.112.717,07; 2011: € 1.740.438,08; 2012: € 1.766.787,99; 2013: € 1.828.156,21).

Helmut Krethe ist in der letzten Wahlperiode als Beigeordneter lediglich mitverantwortlich für angehäufte Schulden von € 1.357.178,18 (2014: € 1.033.724,44; 2015: ÜBERSCHUSS € 663.915,20; 2016: € 854.321,94; 2017: € 83.047,00; 2018: ca. € 50.000,00 . Hier liegt die genaue Zahl noch nicht vor.).

Falsch ist auch die Aussage des Stadtbürgermeisters, dass die Besucherzahlen des Osterkünstler- und Katharinenmarktes seit mehr als acht Jahren schwach seien. Die, die dabei waren, können Gegenteiliges berichten.

Zur Werbung vor Veranstaltungen der Stadt bzw. an Veranstaltungen, an denen die Stadt beteiligt war, haben in der Tat alle Rathausbedienstete einschl. den Beigeordneten mitgewirkt. Dies war gewollt, um die Veranstaltungen zu einem Erfolg zu führen.

Das Argument von Jertz, dass der Umzugswagen der Stadt für viel Geld im Wahlkreis von Held unterwegs war, ist total daneben. Der Umzugswagen wurde seinerzeit von Horst Gradinger gebaut. Er und der frühere Stadtbürgermeister Erich Menger haben damit an Umzügen im Landkreis teilgenommen um Werbung für die Stadt Oppenheim zu machen. Sie haben damit sogar in den 90er Jahren einmal am Tag der deutschen Einheit in Berlin teilgenommen. Dies hat Stadtbürgermeister Held bei Amtsübernahme im 2004 so weitergeführt, also zu einer Zeit, als Held noch längst nicht im Bundestag vertreten war.

Es ist nicht zu bestreiten, dass Held auch PR in eigener Sache machte. Allerdings war mir immer wichtig, dass wir auch immer Werbung für Oppenheim machten. So haben wir z.B. einmal Flyer für den Untergrund verteilt, die vorher von uns mit jeweils einer Tüte Brausepulver bestückt wurden.

Wo ist heute das Gesicht von Oppenheim zu sehen, fragt Helmut Krethe.

Helmut Krethe   23.10.19