Die BLO begrüßt, dass die AZ sich der Probleme annimmt, die für Pendler mit den Baumaßnahmen in Nierstein verbunden sind, was man bedauerlicherweise von der Kommunalpolitik an der Rheinschiene nicht sagen kann.  

Das Anliegen, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, ist grundsätzlich zu begrüßen. Allerdings ist zu bezweifeln dass die Grundannahme des Artikels zutrifft:

Eine höhere Frequenz der Verbindungen  wäre zwar sicher kein Nachteil, ist aber angesichts der Auslastung des Schienennetzes kaum darstellbar. Neben den vollen Zügen ist das zentrale Ärgernis beim pendeln in Richtung Frankfurt das Umsteigen am Römischen Theater; vor allem abends. Jeder Pendler hat schon erlebt, wie der Zug auf Gleis vier losfährt, während die S8 einfährt. Wohl wissend, dass dieser Zug in Worms 10 Minuten Aufenthalt haben wird.

Die BLO schlägt vor, weitere Direktverbindungen nach Frankfurt über Rüsselsheim und Flughafen einzurichten. Der Zug aus Worms könnte einmal stündlich am Römischen Theater Richtung Frankfurt weiterfahren. Den Verkehr Richtung Hauptbahnhof und Wiesbaden könnte eine Rumpf S8 übernehmen, die in diesem Takt vom Römischen Theater nach Wiesbaden pendelt. Damit würde die Streckenauslastung unverändert bleiben und es würden keine weiteren Züge erforderlich. Dies und das Einsetzen längerer Züge im Berufsverkehr hätten das Potential, tatsächlich mehr Pendler auf die Schiene zu bringen.

 

Michael Sadoni - Schriftführer BLO

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